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Leasing

Der Begriff Leasing kommt aus dem Englischen und bedeutet "Mieten" oder "Pachten" von Investitions- und Konsumgütern. Der Gegenstand bzw. die Anlage wird entweder direkt vom Hersteller vermietet oder eine Leasinggesellschaft kauft das Produkt vom Hersteller und verpachtet es weiter. Der Leasinggeber, der ein Objekt vermietet, bleibt juristischer und wirtschaftlicher Eigentümer. Allerdings überträgt er dem Mieter bzw. Nutzer des Objekts (Leasingnehmer) alle Rechte, Risiken und Pflichten, die bei "traditioneller" Miete üblicherweise der Vermieter trägt. So haftet der Leasingnehmer für Schäden, er muss Reparaturen ausführen und das Objekt instand halten. Vorteil für den "Mieter": Er verfügt über ein Produkt oder ein Objekt, dass er nicht im Voraus bzw. ab dem Zeitpunkt der Nutzung komplett bezahlen muss. Anstatt eine Anlage zu kaufen, kann er die Mittel anderweitig einsetzen bzw. auf zusätzliches Fremdkapital verzichten. Er zahlt während der Vertragslaufzeit regelmäßige Raten. Nach Auslauf des Leasingvertrags entscheidet er, ob er das Gerät an die Leasinggesellschaft zurückgeben oder kaufen will. Nachteil: Die Summe der Leasingraten ist höher als der Kaufpreis.


Liquidität

Liquidität ist "die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen." Vereinfacht ausgedrückt: Liquidität ist die "Zahlungsfähigkeit" des Unternehmens. Dabei spielt der Faktor Zeit eine besondere Rolle: Zahlungsfähigkeit bezieht sich nämlich immer auf einen konkreten Zeitpunkt von Geldbewegungen. Im Augenmerk eines jeden Unternehmers sollten daher immer die zu erwartenden Geldströme - geordnet nach deren Zahlungsterminen - stehen.


Liquiditätsplanung

Ein Firmenchef muss die Liquidität systematisch planen und überwachen - mit einer Liquiditätsrechnung, die mindestens drei Monate umfassen sollte. Regelmäßig sind den Einnahmen die voraussichtlichen Ausgaben gegenüberzustellen. Aus der Differenz ergibt sich der monatliche Überschuss (Überdeckung), womöglich auch ein Fehlbetrag (Unterdeckung). Eine detaillierte Liquiditätsplanung ermöglicht es, Ausgaben so zu legen bzw. Zahlungstermine so zu vereinbaren, dass möglichst kein zusätzliches Fremdkapital eingesetzt werden muss.


Die Liquiditätsrechnung wird oft als die "Krönung" des betrieblichen Planungsprozesses bezeichnet. Sie setzt eine funktionierende und aussagefähige Kostenrechnung voraus: Welche Ausgaben hat das Unternehmen? Wie hoch sind sie? Wann fallen sie an? Denn: Auszahlungen, die im Zusammenhang mit anfallenden Kosten stehen, reduzieren den Stand der verfügbaren Zahlungsmittel. Insgesamt müssen die Kosten niedriger sein als die Umsatzerlöse eines Unternehmens. Sonst sind weder Gewinn noch Liquidität zu erwarten.


Wer sich mit der Liquidität eines Unternehmens beschäftigt, bekommt es mit dessen Zahlungszu- und -abgängen zu tun. Das bedeutet: Einzahlungen bzw. Auszahlungen, die den Stand der verfügbaren Zahlungsmittel (Kassenbestand und Bankguthaben) verändern.

  • Wichtig bei den Abgängen: Wie viele Tage oder Wochen bleiben, um die anstehenden Rechnungen der Lieferanten zu bezahlen? Wie lange sind die Zahlungsmittel anderweitig verfügbar?
  • Wichtig bei den Zugängen: Wann können für Produkte und Leistungen den Kunden Rechnungen gestellt werden? Wann ist damit zu rechnen, dass zusätzliche Zahlungsmittel in die Kasse fließen? Welches Zahlungsziel ist den Kunden eingeräumt worden? Ab wann kann realistischerweise damit gerechnet werden, dass diese zusätzlichen Zahlungsmittel tatsächlich auf dem Konto sind?